NamePIETZKER, Hermann Alexander 

Geb. Date18.12.1850
Geb. PlaceTägerwilen
Wohnort PlaceLuzern, Felsberg 634B
Erziehung Date1863-186522
Erziehung PlaceLuzern
Memo1863/64 in der ersten und 1864/65 in der zweiten Klasse des Gymnasiums, kann aber nicht weiter steigen
Heimatort Date1867
Heimatort PlaceVira-Gambarogno
Wohnort PlaceLuzern
Memo17.11.1873 die Niederlassungsbewilligung in der Stadt Luzern
Beruf Date1876
MemoOberleutnant der Kavallerie (Dragoner)
Memoabkommandiert zur k.u.k Armee
Beruf Date1879
MemoHauptmann der Kavallerie (Dragoner)
Heimatort PlaceLuzern
Wohnort PlaceLuzern, Bahnlinie 479k (=Obergrundstrasse)
Wohnort Date1886
Wohnort PlaceLuzern, Hofgasse 2
Beruf Datebef 1887
MemoMajor
Beruf Date15.3.1887
MemoErnennung zum Kommandanten des Dragonerregiments IV
Wohnort PlaceLuzern, Vorderwesemlin 634G
Beruf Date26.3.1891
MemoInstruktor der I. Klasse der Kavallerie
Beruf Dateaft 1891
MemoOberstleutnant
Beruf Date1.3.1896
MemoEntlassung von Oberstleutnant Pietzker als Instruktor der I. Klasse der Kavallerie
Beruf Date1897
Beruf PlaceLuzern
MemoVerfasser der Wohnungsenquête der Stadt Luzern
Wohnort Date1898
Wohnort PlaceLuzern, Felsberg 634B
Beruf Date27.6.1901-190325,26
Beruf PlaceLuzern
MemoErster Direktor des Internationalen Kriegs- und Friedensmuseum, nach Streitigkeiten im Verwaltungsrat demissioniert er 1903
Wohnort PlaceLuzern, Kapuzinerweg 9
Wohnort PlaceLuzern, Felsbergstrasse 15
Beerdigung PlaceLuzern, Friedhof Friedental
Tod Date15.8.1932
Tod PlaceLuzern
Pietzcker, Hermann., Intimer Freund v. General U. Wille (STALU PA 184/23)
Pietzcker war 1896 als Kommandant der Kavalleriebrigade 4 vorgeschlagen (Ulrich Wille war damals Waffenchef der Kavallerie), wurde aber vom Bundesrat nicht berücksichtigt. Gewählt wurde der Aargauer Oberst Markwalder. Danach demissionierte Pietzcker, diese sogenannten "Markwalder-Affäre" war auch der Auslöser für die Demission von Ulrich Wille 1896 (vgl. Nachruf Pietzcker, in: Basler Nachrichten, 17.8.1932)
1.7.1899-Oktober 1900 besass er zusammen mit Hans Pfyffer eine Firma (Kommanditgesellschaft) "Pietzcker & Co." an der Haldenstrasse 23 (Nationalhof) zum Cigarren- und Cigarettenimport (STALU A 1044/10082)
Er war Präsident (Direktor?) der Kriegs- und Friedensmuseum in Luzern (1901-1903). Deren Umfeld war die liberale Luzerner Politik.
Am 24.12 1906 behandelt der Ortsbürgerrat Luzern eine Eingabe von Hermann Pietzker, er wünsche, "veranlasst durch seine in den letzten Jahren gemachten Erfahrungen, der Unzulänglichkeit seiner Geschäftskenntnisse und seine gutmütige Leichtgläubigkeit" sich auf eine Reihe von Jahren freiwillig unter Vormundschaft in Form der Verbeiständung (Beistandschaft) zu begeben.
Als Vormund wurde auf seinen Wunsch Regierungsrat J. Schobinger bestimmt.
Am gleichen Tag wird die Vergültung der Liegenschaft Felsberg genehmigt. Hermann scheint eine Gült errichten zu müssen, da er stark verschuldet ist.
13Publikation im Kantonsblatt vom 10. Januar 1907
(ein Schuldenruf vom 7.11.1906 erscheint u.a. auch in der Wiener Zeitung, 18.11.1906)
siehe auch AKT 414/8, Oktoberfest in Luzern. Streit zwischen dem Luzernischen Blinden-Fürsorge-Verein und Oberleutnant Pietzcker um den Reingewinn, 1906-1907
Werke:
-
Rückblick und Neujahrswünsche eines Kavalleristen. In: Allgemeine schweizerische Militärzeitung, 26=46/10(1880)
- Die Pferdepflege während der Manöver, zum Gebrauch der Schweiz. Kavallerie auf dienstliche Veranlassung zusammengestellt. 1887.
- Eine zeitgemässe Reorganisation zum Vortheile des Staates, der Armee und der Waffe, angeregt durch einen Stabsoffizier der eidgen. Kavallerie. Luzern 1890
- Die Wohnungs-Enquête in der Stadt Luzern vom 10. Mai bis 3. Juli 1897. Luzern 1898.
- Die Manöver des I. Armeekorps 1903. Basel 1904.
- Die Manöver des III. Armeekorps 1904. Basel 1905 (Allgem. Schweizer. Militärzeitung. Beilage; 1905, H. I).
- Erinnerungen aus meiner Dienstzeit, Pfäffikon-Zürich 1925
Nachrufe im Luzerner Tagblatt, Basler Nachrichten etc.
Zu seiner Biographie auch:
Lochbrunner, Manfred. Hans Urs von Balthasar 1905-1988 : die Biographie eines Jahrhunderttheologen. 1. Auflage. Würzburg: Echter, 2020. Print.
speziell S. 32-33